Gesprächstherapie

Für den amerikanischen Psychotherapeuten Carl Ransom Rogers (†1987) besteht die Funktion des Therapeuten darin, „die verschiedenen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu klären und die Angst und die Mutlosigkeit, die das Individuum fühlt, anzuerkennen. Seine Funktion ist es nicht, zu einem bestimmten Ablauf zu drängen oder Ratschläge zu erteilen“  (Carl R. Rogers: Die nicht direktive Beratung. München 1972)

 

Carl R. Rogers war der einflussreichste Psychotherapeut in der Geschichte der USA. Er war Wegbereiter für ein völlig neues Verfahren in der Psychotherapie, "the personcentered therapy" in Deutschland bekannt geworden als "Gesprächstherapie". Er war der Erste, der komplette psychotherapeutische Fälle aufzeichnete und veröffentlichte und er sorgte dafür, daß seine Ergebnisse nicht ausschließlich Fachkreisen zugänglich wurden, sondern in verschiedene Bereiche zwischenmenschlichen Lebens nutzbar wurden. Er beeinflusste Pädagogik, Sozialpädagogik, Beratung und Pflege nachhaltig. Carl R. Rogers war Mitbegründer der Humanistischen Psychotherapie, einer Bewegung, die sich Anfang der Sechziger Jahre deutlich von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie absetzte. Es ging darum, die Würde des einzelnen zu achten auch wenn er psychisch krank oder hilfsbedürftig war.

 

Die Personzentrierte Gesprächstherapie geht davon aus, daß der Mensch alle zur Heilung erforderlichen Ressourcen in sich trägt, daß dem Menschen eine „Selbst-Verwirklichungs-” und „-Vervollkommnungstendenz” angeboren ist, die für die Weiterentwicklung und Reifung der Individualität sorgt. Der Mensch ist selbst am besten in der Lage, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Fragen zu entwickeln. Ein zentraler Begriff seines Persönlichkeitsmodells einer „fully functioning person” ist das Selbstkonzept. Deshalb, so Rogers, muss Psychotherapie vor allem ein günstiges Klima für den gegebenenfalls gestörten natürlichen Regelprozeß schaffen.

 

In einer achtmonatigen Weiterbildung arbeiten wir mit dem von Carl R. Rogers entwickelten Verfahren der personzentrierten Gesprächstherapie und deren Methoden.

 

In dem Angebot geht es darum, die grundlegende Arbeitsweisen dieses Verfahrens an der eigenen Person zu erleben und sie dann in vielen Übungen selbst zu praktizieren: in Einzelarbeit mit dem Trainer, in Paar- und Gruppenübungen.

Dieses Ascol-Seminar ist sehr praktisch orientiert und wird mit Fallbeispielen auf Video ergänzt. Ziel ist es, durch praktische Vorgehensweise die humanistische Gesprächsführung und deren Techniken zu erlernen sowie durch gezieltes Üben dieser grundlegenden Gesprächstechniken die Sicherheit zu erlangen, die für das therapeutische Gespräch unerläßlich ist.

 

Wir bitten Interessenten um kurzfristige Anmeldung. Sie erhalten dann umgehend einen Termin für das Bewerbungs- und Aufnahmegespräch. Die Teilnahme an der Weiterbildung wird zertifiziert.

Bei Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle 05144/495417 bzw. unter unserer E-Mail-Anschrift: ifktp.office@gmail.com zur Verfügung.

Gesprächstherapie

  • Seminarbezeichnung: Gesprächstherapie
  • Bildungsart: Fortbildung/ Weiterbildung/Qualifizierung
  • Schulart: Einrichtung der beruflichen Weiterbildung
  • Zugangsvoraussetzungen: Berufserfahrungen sind hilfreich. Therapeutische Zusatzqualifikation erwünscht
  • Auswahlverfahren: Aufnahmegespräch
  • Unterrichtsform: Wochenendveranstaltung oder Wochenseminare (als Bildungsurlaub) zzgl. Tagesseminare
  • Unterrichtszeiten: einmal im Monat, Samstag - Sonntag oder Blockunterrichte
  • Wichtige Hinweise: nebenberufliche Weiterbildung mit monatlichen Wochenendveranstaltungen.
  • Zielgruppen: Krankenschwestern, Ergotherapeuten, Kunsttherapeuten, Physiotherapeuten u. a. Heilhilfsberufe sowie Beschäftigte in psychosozialen bzw. pädagogischen Einrichtungen
  • Inhalte des Seminars: Vermittlung von Kenntnissen in der Gesprächsführung nach Carl R. Rogers, der Humanismus (europäischer Humanismus, amerikanischer Humanismus), Begründung der personzentrierten Gesprächsführung durch Carl R. Rogers, Konzeptionen des Persönlichkeitsmodells der Personzentrierten Psychotherapie sowie des personzentrierten Verfahrens, Basisvariablen des personzentrierten Konzeptes, Praxis der personzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers, Instruktion und Trainingsseminar I: Übungen durch Kursteilnehmer, Instruktion und Trainingsseminar II: Übungen für die Beratung und Therapie, Focusing nach Eugene T. Gendlin: Entstehung, Hintergründe, Arbeitsweisen, Focusing nach Eugene T. Gendlin: die Praxis des Focusing
  • Finanzielle Förderung: In manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen.
  • Abschlußart: Kolloquium
  • Abschlußbezeichnung: Ascol-Zertifikat Gesprächstherapie (IFKTP)
  • Weitere Zusatzqualifikationen: Heilpraktiker (beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem HeilPrG)
  • Berechtigung: bei Erfüllung der Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Berufsverband möglich
  • Prüfende Stelle: Prüfungsausschuß (interne Prüfung)
  • Gesamtdauer: 8 Monate