Psychosoziale Kunsttherapie

"Das Medium der Kunsttherapie ist die Kunst.

Die wesentliche Aufgabe der Kunsttherapie liegt darin, Selbsterfahrungs- und Heilungsprozesse mittels Kunst anzuregen und zu begleiten.

Die Psychosoziale Kunsttherapie ermöglicht es, Selbstverantwortlichkeit, Erlebnisfähigkeit und Erkenntnisfähigkeit des Klienten zu üben, zu aktivieren und zu kurieren." (Alexander Schadow)

 

 

Demnach ist Kunsttherapie primär angewandte Kunst im sozialen Kontext, oder wie Erich Fromm es ausdrückte: „Es geht darum, dass das Potential des Menschen durch die aktive Betätigung seiner physischen, affektiven und intellektuellen Kräfte zum Ausdruck kommt. In diesem Prozeß, das zu werden, was er potentiell ist, bringt der Mensch seine Energien auf die adäquateste Weise zum Ausdruck. Kann er sein Selbst nicht ausdrücken, so leidet er, ist passiv und wird krank.” 

 

Die Weiterbildung Psychosoziale Kunsttherapie und die Berufsbezeichnung Psychosozialer Kunsttherapeut (IFKTP)  ist durch das Deutsche Patent- und Markenamt DPMA rechtlich geschützt.

 

Die Urkunde zur Ausübung der Psychosozialen Kunsttherapie (IFKTP) wird nur aufgrund ausreichender Ausbildungs-, Kenntnis- und Praxisnachweise erteilt.

 

Die Bezeichnung Psychosozialer Kunsttherapeut (IFKTP) darf nur nach einer Zertifizierung durch den Berufsverband geführt werden. Die Weiterbildung wird in der Regel als vierjährige berufsbegleitende Weiterbildung durchgeführt. 

 

Bei entsprechenden Fördervoraussetzungen (bei Kostenübernahme durch die DRV bzw. die AA) kann sie als zweijährige, kompakte Weiterbildung mit einem intensiven, supervidierten Berufspraktikum  absolviert werden.

 

Ziel des Studiums ist die Befähigung der Absolventen zu professioneller kunsttherapeutischer Tätigkeit in verschiedenen Arbeitsfeldern mit unterschiedlichen Zielgruppen. Basis kunsttherapeutischer Tätigkeit ist die Entwicklung der eigenen künstlerischen Kompetenz, der im Studium ein besonderes Gewicht beigemessen wird.

 

Psychosoziale Kunsttherapie hilft bei der Ausdrucksmöglichkeit und Ausdrucksgestaltung, trägt zur Klärung psychischer Prozesse und zur Ich-Stärkung bei.

 

Im Seminar werden kreative Ausdrucks- und Erlebnismöglichkeiten der künstlerischen Therapie mit psychotherapeutischen Methoden der Beratung und Gesprächsführung sowie pädagogischer Empirie verknüpft und zu einem ganzheitlichen Therapieansatz entwickelt. So entfaltet sich die kunsttherapeutische Kernkompetenz.

 

Ein essentieller Bestandteil des Ascol-Seminars ist, dass die künftigen Psychosozialen Kunsttherapeuten Erfahrungen mit sich und anderen Teilnehmern in künstlerisch-therapeutischen Arbeits- und Beratungssituation machen. Hierzu erwerben die Teilnehmer praktische und theoretische Kenntnisse. Die Weiterbildung fördert die Ausbildung eigener Anschauungen und persönlicher Ausdrucksarten in der Kunsttherapie.

 

Das Ascol-Seminar Psychosoziale Kunsttherapie beinhaltet ein hohes Maß an Selbsterfahrungsanteilen. Das künstlerisch-therapeutische Lehrtraining wird als gruppen- und einzeltherapeutische Selbsterfahrung durchgeführt und von praxisorientierten Selbsterfahrungen begleitet.

 

Der Unterricht erfolgt nach dem Ascol-Curriculum Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)® und orientiert sich an den Weiterbildungsstandards und den Ausbildungsrichtlinien des Verbandes Deutscher Kunsttherapeuten VDKT.

 

Nach erfolgreichem Abschluß erhalten die Teilnehmer eine Abschlußurkunde durch das Institut. Die Abschlußurkunde bestätigt die erworbene Qualifikation. Der Abschluß berechtigt zur eigenständigen kunsttherapeutischen Beratungstätigkeit unter anderem in einer eigenen Praxis und befähigt zur Aufnahme einer künstlerisch-therapeutischen Arbeit in klinischen bzw. therapeutischen Einrichtungen in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Psychotherapeuten. Die Berechtigung zur eigenständigen Behandlung psychosomatischer Krankheiten und die Ausübung der psychotherapeutischen Heilkunde ist mit der Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie nach dem HeilPrG (Heilpraktikergesetz)  verbunden. Der Studiengang dient der Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung für die Zulassung zur Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG)

 

Über alle Voraussetzungen und Inhalte der nebenberufliche Weiterbildung Psychosoziale Kunsttherapie informiert Sie das Institut gern in einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Wir bitten Interessenten um kurzfristige Anmeldung mit dem Bewerbungsbogen. Sie erhalten dann umgehend einen Termin für das Bewerbungsgespräch.

 

 

Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)®

 

Seminarbezeichnung: Kunsttherapie - Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)® mit Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HeilPrG)

Bildungsart: Fortbildung/Weiterbildung/Qualifizierung

Schulart: Einrichtung der beruflichen Weiterbildung

Studienort: Nienhagen bei Celle

Studiengruppen/Peergroups: Frankfurt a.M., Magdeburg, Nienhagen/Celle, Potsdam, Rostock

Zielgruppe: Mitarbeiter(innen) aus dem pädagogischen, psychosozialen, medizinischen, pflegerischen und künstlerischen Bereich

Zugangsvoraussetzungen: Mindestalter: 22 Jahre

Auswahlverfahren: Einführungs- und Auswahlseminar, Bewerbungs- und Aufnahmegespräch

Vorausbildung: Berufsabschluß im geisteswissenschaftlichen, künstlerischen, pädagogischen, psychosozialen bzw. medizinischen oder pflegerischen Bereich und mehrjährige Felderfahrungen. Erfolgreiche Teilnahme an der zweijährigen Weiterbildung 'Kreativcoaching (IFKTP) - Kreativtherapeutische Methoden in der Sozialen Arbeit'

Unterrichtsform: pro Jahr acht Wochenendveranstaltung und ein Blockseminar

Unterrichtszeiten: einmal im Monat, Samstag - Sonntag, sowie jährlich ein Blockseminar (siehe oben)

Weitere Voraussetzungen: psychische Stabilität, Eigeninitiative, Fähigkeit zur Selbstreflexion. Nachweis einer besonderen künstlerischen Begabung bzw. Affinität durch Mappenvorlage.

Inhalte des Seminars: Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Bereich der Kunsttherapie mit den Schwerpunkten: Grundlagen der Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie, allgemeine Krankheitslehre, Diagnostik (ICD10), projektive Tests und Indikationen, Methoden der psychosozialen Beratung, Grundlagen der Ästhetik, kunsttherapeutische Verfahren (u. a. Lebensbildarbeit, Ikonotherapie, rezeptive Kunsttherapie, diagnostisches Zeichnen, Biographiearbeit, Kunstanalyse), künstlerische Techniken (Plastizieren [z. B. mit Ton, Gips, Pappmaché], Zeichnen [z. B. Kohle u. Farbstift], Malen [z. B. mit Aquarell, Pastellkreiden, Öl]), Farbenlehre und Materialkunde, Kenntnisse der Neurosenlehre und Psychopathologie, Literatur- und Schreibtherapie.

Vorbereitung: Erfolgreiche Teilnahme an der zweijährigen Fachweiterbildung 'Kreativcoaching (IFKTP) - Kreativtherapeutische Methoden in der Sozialen Arbeit'

Teilnahme an einem Einführungs- und Auswahlseminar sowie einem Bewerbungs- und Aufnahmegespräche.

Finanzielle Förderung: In manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen.

Abschlußart: künstlerische, schriftliche und mündliche Prüfung

Abschlußbezeichnung: Ascol-Zertifikat Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)

Berechtigung: Anschließende Zertifizierung durch den Verband Deutscher Kunsttherapeuten (VDKT) – Fachgesellschaft für Psychosoziale Kunsttherapie und ordentliche Mitgliedschaft im Berufsverband möglich.

Wichtige Hinweise: Die nebenberufliche Weiterbildung Psychosoziale Kunsttherapie mit dem Schwerpunkt psychologische Beratung mit kreativen Medien, Psychosomatik und Psychiatrie, schließt mit einem anerkannten Institutszertifikat ab. Das Zertifikat berechtigt zur eigenständigen kunsttherapeutischen Arbeit unter anderem in einer eigenen Praxis und befähigt zur Aufnahme einer künstlerisch-therapeutischen Tätigkeit in klinischen bzw. therapeutischen Einrichtungen in Zusammenarbeit mit Ärzten und Psychotherapeuten.

Die Berechtigung zur eigenständigen Behandlung psychosomatischer Krankheiten und die Ausübung der psychotherapeutischen Heilkunde ist mit der amtlichen Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HeilPrG) verbunden. 

Psychosoziale Kunsttherapeuten setzen das Medium Kunst (zum Beispiel Malen, Plastizieren, Schreiben, szenisches Spiel) als therapeutisches Mittel bei der Krisenintervention und Konfliktlösung, Behandlung von verschiedenen Erkrankungen oder Behinderungen sowie zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit ein.

Die Psychosoziale Kunsttherapie ist primär ein künstlerischer Prozeß mit erzieherischem, erlebniszentriertem, selbstanalysierendem, kathartischem Charakter, der dazu beiträgt, das menschliche Leben humaner zu gestalten. In dem oben genannten Sinne ist Psychosoziale Kunsttherapie ein Bildungsprozeß, sozial, kreativ und kurativ. Sie kann Krisenintervention und Konfliktlösung, ein künstlerischer und psychosozialer Prozeß zugleich sein, zur Aufarbeitung biographischer Probleme und Überwindung sozialer Konflikte.

Prüfende Stellen:

Interne Prüfung: IFKTP-Prüfungsausschuß

Externe Prüfungen: Berufsverband / amtlicher Prüfungsausschuß

Gesamtdauer: 2 Module mit jeweils 4 Semester (insgesamt 4 Jahre)